Krampfadern sind nicht nur harmlose Schönheitsfehler, sondern häufig Anzeichen eines tiefen Venenleidens. Durch rechtzeitige Behandlung lassen sich Komplikationen wie juckende Hautveränderungen oder ein „offenes Bein“ verhindern. In der Heidelberger Hautklinik stehen dafür schonende, minimal-invasive Therapiemethoden zum Beispiel mit Radiowellen zur Verfügung. Seit 2015 wird die Versiegelung der Krampfadern mit einem „Gewebekleber“ angeboten. Solche Kleber aus Cyanoacrylat sind sehr gut verträglich und werden schon lange in der Chirurgie eingesetzt.

Für die Behandlung der sogenannten Stammvarikose – einer Aufweitung der großen, oberflächennahen Venen in den Beinen – führen die Ärzte unter lokaler Betäubung einen dünnen Katheter in die defekten Gefäße ein. „Über diesen Katheter füllen wir an mehreren Stellen entlang der Vene kleine Mengen des Klebers ein“, so Oberarzt Dr. Georg Haus, Leiter des Funktionsbereichs Phlebologie. Dieser Kleber verschließt die Krampfader dauerhaft, sie vernarbt anschließend und wird abgebaut.

Der Patient kann die Klinik kurz nach dem ambulanten Eingriff bereits wieder verlassen.